Hayao Miyazaki äußert sich zum Charlie Hebdo Attentat

© Studio Ghibli
© Studio Ghibli

Im vergangenen Monat wurde ein islamistisch motivierter Terroranschlag auf die Mitarbeiter von Charlie Hebdo verübt, bei dem zwei maskierte Männer, mitten im Zentrum von Paris, in die Redaktionsräume von Charlie Hebdo eindrangen und zwölf Menschen erschossen


Hayao Miyazaki, bekannt als Mitbegründer von Studo Ghibli, bezeichnete die Charlie Hebdo Karikaturen als Fehler, so im Interview mit TBS Radio. Des Weiteren fügte er hinzu, dass Karikaturen anders eingesetzt werden sollten.

 

Hayao Miyazaki dazu:

"Ich halte es für einen Fehler, eine Person, die von einer anderen Kultur verehrt wird, zu einem Thema in einer Karikatur zu machen. Man sollte dies lieber unterlassen.

Zuallererst sollte man die Politiker des eigenen Landes karikieren. Politiker anderer Länder zu thematisieren, halte ich für fragwürdig"

 

Miyazaki ist somit einer von vielen, die religiöse Karikaturen ablehnen, denn auch in Frankreich hat sich in einer Umfrage fast die Hälfte der Befragten dagegen ausgesprochen.

 

Im Übrigen ist Miyazaki sehr beliebt in Japan. Sobald er redet, hört Japan zu. Sein wohl bekanntester Film "Chihiros Reise ins Zauberland" erhielt 2003 sogar einen Oscar.

Seine Filme "Das wandelnde Schlos" und "Wie der Wind sich hebt" waren auch für den Oscar nominiert, jedoch reichte es am Ende für den Oscar nicht aus. Das von ihm und Isao Takahata 1985 gegründete Studio Ghibli ist weltweit bekannt und Karrieresprungbrett für einige andere Anime-Künstler. 

 


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