Review zum Anime "Monster"

© Studio Madhouse
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Ist Monster empfehlenswert? Bei unserem Review erfahrt ihr, ob es sich lohnt oder nicht. Anders als bei vielen anderen Animes, ist hier der Schauplatz Mitteleuropa, hauptsächlich Deutschland und Tschechien.


Folgen: 74

 

Genre: Drama, Mystery, Psychological

 

Handlung: 1986. Der junge Chirurg Kenzo Tenma arbeitet in Deutschland, genauer gesagt in Düsseldorf im Eisler Krankenhaus. Sein Leben ist nahezu perfekt, er hat eine gute Position im Krankenhaus und ist mit der Tochter des Krankenhausdirektors verlobt. Eines Tages ändert ein Ereignis sein Leben. Durch dieses Ereignis verliert Tenma seine gute Position im Krankenhaus. Seine Verlobte verlässt ihn kurz darauf. Etwas später wird der Direktor mit 2 anderen Ärzten im Krankenhaus ermordet und Tenma steht unter verdacht, allerdings kann ihm nichts nachgewiesen werden. 9 Jahre später treibt ein Serienkiller sein Unwesen und Tenma steht wieder unter verdacht. Er ist es aber nicht, denn er macht sich aus persönlichen Gründen selbst auf die Suche nach dem Killer.

 

Stärken: Wo soll ich nur anfangen? Die Story wurde perfekt durchdacht und hat mehr als nur eine Überraschung parat. Immer wieder bekommt man neue Informationen. Jede Kleinigkeit baut auf das große Ganze auf, wodurch das volle Potenzial genutzt wird. Selbst das Ende des Animes lässt ein nicht los, da es unglaublich viele Interpretationen zulässt, über die man ewig philosphieren möchte. Die Charaktere wurden wie die Story perfekt durchdacht und selbst die unscheinbarste Person hat ihre Daseinsberechtigung. Jeder Charakter ist auf seiner Weise einzigartig und hat viele Facetten und einige sogar ein zweites Gesicht, erst wirken sie total nett, doch dann zeigen sie ihr wahres böses Gesicht. Das ist zwar nach einer Zeit nicht mehr wirklich überraschend, dennoch ist es jedes Mal hervorragend umgesetzt. Ebenso ist auch die Charakterentwicklung so gut gemacht worden, dass selbst Charaktere, die man anfangs richtig verabscheut hat, einen richtig ans Herz wachsen, was auch wieder an der realistischen Gestaltung der Charaktere liegt. Nicht nur die realistisch gestaltete Story und die Persöhnlichkeiten der Charaktere überzeugen, sondern auch die realistischen Animationen und die perfekten Zeichenstile. Die Animationen sind zwar nicht auf den neuesten Stand aber dennoch wirklich gut. Der Zeichenstil ist jetzt eher nicht so schön bzw. kunterbunt und niedlich, wie in vielen anderen Animes, aber das will Monster auch nicht sein. Auf keinen Fall, denn er will authentisch und düster sein und das ist Monster in Perfektion. Auch die Musik unterstreicht dieses Bild und das bereits mit dem Opening, auch wenn dieses sich jetzt nicht spektakulär anhört, so unterstreicht es perfekt die düstere Atmosphäre des Animes. Manchmal bekommt man sogar das Gefühl, einen Horrorfilm zu sehen.

 

Schwächen: Nach so vielen Stärken ist es fast schon unmöglich Schwächen aufzuzählen. Das einzige was ich objektiv betrachtet als Schwäche einstufen würde, sind die 74 Folgen für diese Art von Geschichte. Leider ist die Geschichte recht lang, wodurch das ganze langatmig wirkt, wobei ich jede Folge nahezu verschlungen habe. Ebens hätte ich ein paar Dinge detaillierter gesehen, allerdings möchte ich nicht weiter darauf eingehen, da es einige Spoiler enthält.

 

Fazit:

Monster ist wie ein guter Wein, er wird von Folge zu Folge immer besser und hat hier und da seine Höhepunkte. Mit eher gerringen Makeln, haben wir hier ein absolutes Meisterwerk, dass 10 von 10 Punkten verdient, womit er zu den wenigen gehört, die von mir eine sehr hohe Bewertung bekommen.


Autor: Animecrew Redakteur - Björn Gartz

 


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Kommentare: 1
  • #1

    nomba (Samstag, 21 Februar 2015 18:42)

    Gut, dann werde ich mir den erstmal gönnen :D